6.2.15

Borderline-Störung, Kochliebe und Lebensplanung

Ich könnte jetzt wieder einmal zeilenlang Erklärungen für mein Verhalten finden, aber dafür ist im Leben meiner Meinung nach keine Zeit. Ich habe schwere emotionale Probleme und leide vermutlich unter einem Borderline-Zustand, der mich stark sowohl körperlich als auch geistig belastet. Im Konkreten geht es bei mir unter anderem um ständige Angst des Alleinseins, starke Anhänglichkeit, Zwänge, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.
Zurzeit denke ich stark darüber nach, ob ich nicht sogar psychologische Hilfe in Anspruch nehmen sollte, allerdings bekomme ich zum Glück auch schon anderweitig Hilfe und Unterstützung.

So etwas nimmt einem viel mehr, als es den Anschein hat. Durch die ständige Belastung werden einem Kräfte, Kreativität und Wille geraubt. Ich freue mich schon riesig darauf wenn es wieder Frühling wird, die Dunkelheit zerrt an meinen Nerven. Aber ich will jetzt nicht weiter darüber nachdenken, andere Dinge verdienen viel mehr Platz in meinem Leben.

Ich koche wieder sehr gerne in letzter Zeit. Am liebsten einfache Gerichte mit einer neuen Zutat oder Exotisches, was sonst bei mir daheim nie auf den Tisch kommen würde. Zusätzlich zum Genuss und der Freude kommt noch hinzu, dass ich so meiner Familie zeigen kann, dass ich noch für sie da bin, obwohl ich mich so zurückziehe oder oft nicht zu Hause bin. Allerdings backe ich noch immer so gerne wie früher, jedoch wurde nach einigen Fehlversuchen neuer Rezepte meine Lust etwas geschwächt. Als Nächstes möchte ich mich an Pralinen versuchen, allerdings hat mein Freund, der selbst Koch ist, angekündigt, dass das ziemlich viel Arbeit ist.

Kann ich dieses Hobby eigentlich auch später einmal zu meinem Beruf machen? Derzeit fehlt es mir an jeglichen Berufsaussichten und Zukunftswünschen. Von meiner Familie würde das wohl nicht unterstützt werden, viel lieber würden sie mich als Anwältin, Büroangestellte oder Lehrerin sehen. Aber ich liebe es doch nur einfach, andere Leute mit Essen glücklich zu machen.

Kommentare:

  1. Hast Du die Borderline-Störung selbst diagnostiziert? Ich würde Dir jedenfalls dringend raten, auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Viele Grüße, die Alex

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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Ich lese mir jeden Kommentar durch und beantworte ihn auch, sofern das möglich ist. Bei ausführlicheren Fragen wäre eine E-Mail aber angebrachter.