28.9.14

Warum Gedanken hinterlistig sind

Mindestens zwei Stunden verbringt ein Mensch etwa täglich mit Tagträumen, in Gedanken schweifen, sich in ihnen verlieren, oder wie man es auch nennen möchte. Und worüber denken die meisten so nach? Über Sorgen und innere Bedürfnisse. Mir persönlich reichen diese zwei Stunden sicher nicht aus, es gibt eigentlich kaum eine Tageszeit, in der ich nicht mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt bin. Manchmal fällt es mir wirklich schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, weil mein Kopf einfach so mit Gedanken, Ideen und Erinnerungen beschäftigt ist.

Dabei ist es meist gar nicht so gut, ununterbrochen über ein Thema nachzudenken. Man malt sich schlimme Szenarien aus, debattiert über Pros und Contras und macht sich Sorgen über Dinge, die sowieso wahrscheinlich nie eintreten werden. Bei mir ist das wirklich sehr oft der Fall.
Ich möchte euch kein konkretes Beispiel geben, aber es gibt in letzter Zeit vieles, über das ich mir Sorgen mache und die Situation verschlechtert sich für mich nur, wenn ich mir die ganze Zeit darüber den Kopf zerbreche. Es wäre viel besser, wenn ich mir nicht so viele Gedanken darüber machen und alles so hinnehmen würde, wie es im Endeffekt kommt.
Stattdessen kann diese Zeit doch viel sinnvoller genutzt werden. Zum Beispiel um über schöne Dinge nachzudenken.

Hier sind ein paar Dinge, die ich tue, um in meinen Gedanken wieder Ordnung zu schaffen und mich von Sorgen loszureißen:

  • Aufschreiben
    Als ich meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, war ich damals voller Unsicherheit und Schuldgefühle (lange Geschichte). Auch bei anderen Themen ist die Sache oft für mich abgeschlossen oder viel klarer, wenn ich sie in mein Tagebuch schreibe. Im Endeffekt steht das Problem nun eigentlich auch nur auf einem Papier, aber es erleichtert meinen Kopf manchmal unendlich.
  • Mit jemandem Sprechen
    Wenn es nicht gerade um eine Sache geht, die ich niemandem erzählen möchte, hilft es mir immer, mit meiner besten Freundin, meiner Mutter, oder meinem besten Freund darüber zu sprechen. Selbst wenn dir deine Vertrauensperson nicht weiterhelfen kann, liegt gleich ein viel kleinerer Druck auf deinem Herzen. Denn es gibt nichts Schöneres, als wenn jemand Zuhören kann.
  • Ablenkung
    Normalerweise sehe ich in meiner Freizeit eher selten fern und wundere mich höchstens über die eigenartigen Experimente, die Galileo immer wieder veranstaltet. Wenn ich mich aber wirklich schlecht fühle und einfach abgelenkt werden möchte, schalte ich den Fernseher ein und lasse mich in einer witzigen Sendung oder in einer interessanten Show einfach fallen. Die gleichen Effekte erzielen bei mir Sport und (positive) Musik zu hören.
  • Schlafen
    So schwer man es sich manchmal vorstellen kann: Nach einer Runde Schlaf sieht alles schon ganz anders aus. Und mir haben Träume schon dabei geholfen, mich in schwierigen Situationen zu entscheiden. Auch um Wut und Trauer zu verarbeiten ist Zeit manchmal die beste Hilfe. Und die vergeht für mich zumindest beim Schlafen unglaublich schnell.

Bist du auch so jemand, der sich schlecht auf eine Sache konzentrieren kann, weil ihm die ganze Zeit Gedanken im Kopf herumschwirren? Oder hast du mit so etwas zum Glück gar kein Problem?

Kommentare:

  1. Oh ja, diese Gedankenspiele kenne ich nur zu gut, selten wird durch sie etwas besser, oft lähmen sie einen eher und man macht sich unnötig Sorgen. Und denkt man lange genug an negative Sachen, passieren sie dann natürlich auch prompt. Ich versuche daher jeden Tag etwas Meditation in meinen Alltag zu integrieren, es klappt noch nicht perfekt, wird aber besser. Mein Traum ist es für 10-15 Minuten am Stück ganz frei von Gedanken zu sein.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Meditationen sind toll, um in den Alltag mehr Ruhe zu bringen und sich zu entspannen! Wobei man vor allem anfangs zielstrebig sein und nicht gleich aufgeben sollte, wenn es bei den ersten Malen nicht so funktioniert, wie man wollte. Leider bin ich auch in dieser Anfangsphase hängen geblieben und habe zu früh aufgehört. Diese Entscheidung sollte ich noch einmal überdenken...

      Löschen
  2. Ach ja, das "Problem" kenne ich auch! Beim Yoga gelingt es mir sehr gut, einfach an nichts groß zu denken und mich einfach nur auf mich und meinen Körper zu konzentrieren..! Aber es stimmt auch, dass eine Mütze Schlaf manchmal Wunder wirken kann, insbesondere bei negativen Gedanken ... danach sieht meist alles wieder viel rosiger aus :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich glaube Schlaf hat sogar eine noch größere Bedeutung...Immerhin ist ein Tag mit Schlafmangel meistens mit negativen Gedanken und fehlender Motivation gefüllt! Es sollte sich auch keiner schämen, sich in den Schlaf zu weinen,..solange man am nächsten Tag aufwacht und versucht, wieder glücklich zu sein :)

      Löschen

Ich lese mir jeden Kommentar durch und beantworte ihn auch, sofern das möglich ist. Bei ausführlicheren Fragen wäre eine E-Mail aber angebrachter.