3.8.14

Gelesen: Ernährung, Umweltschutz, Glück, Glaube

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Wenn Ferien sind, bedeutet das für mich meistens viel Lesen. Vor allem wenn dann noch Dinge wie Fahrschule oder Ferialjob zu erledigen sind, die man ohne einen vollen Handy-Akku und ein gutes Buch nicht übersteht. Vier meiner kürzlich gelesenen Bücher will ich euch kurz vorstellen, vielleicht ist für dich ja auch etwas dabei.

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Das Glücksprojekt von Alexandra Reinwarth –248 S.

Alexandra Reinwarth ist eigentlich ganz zufrieden. Sie hat einen guten Job. Einen netten Mann. Gute Freunde. Aber manchmal, wenn sie einschläft, fragt sie sich: Bin ich wirklich glücklich? Also wagt sie ein ungewöhnliches Experiment. Sie macht ein Jahr lang alles, um wirklich glücklich zu werden. Sie besucht einen Glückscoach, unternimmt eine Wallfahrt, fängt mit Sport an, singt in der Dusche, kümmert sich um ihre Freunde, kauft sich ein Haustier, entrümpelt ihre Wohnung, probiert allerlei Glücksdrogen und fahndet ausgiebig nach dem Sinn des Lebens. Alles, was es über Glück zu wissen gibt, steht in diesem Buch. Der ultimative Glücksratgeber!

Diesen humorvolle Roman entdeckte ich bereits im Winter, als es mir physisch ja nicht ganz blendend ging. Ich dachte mir, dass mir das Buch vielleicht weiterhelfen könnte, nur aus irgendeinem Grund habe ich nie angefangen zu lesen. Vor Kurzem habe ich es wiederentdeckt und mit Freude in einigen Tagen durchgelesen. Die Autorin erzählt einige interessante und witzige Geschichten und meine Mutter, die das Buch nach mir gelesen und wirklich begeistert war(!), hält sich jetzt noch an so manche Tipps und Textpassagen.

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Kein Fleisch macht glücklich von Andreas Grabolle –416 S.

Das Thema Fleischkonsum wird nach wie vor kontrovers diskutiert, und immer mehr Menschen fragen sich: Wie essen wir richtig? Was ist wirklich dran an all den Argumenten? Müssen und können wir Tiere tatsächlich von unserer Speisekarte streichen? Andreas Grabolle räumt auf mit Vorurteilen und Halbwahrheiten und sucht nach Antworten auf die Frage, was wir noch mit bestem Wissen und Gewissen essen können. Denn mit Blick auf die Folgen für Gesundheit, Umwelt und nicht zuletzt die Tiere wird schnell klar: Was wir essen, ist keineswegs gleichgültig.

Witzigerweise besaß ich dieses Buch bereits bevor ich Vegetarierin wurde. Ich habe mich einfach schon viel länger dafür interessiert und habe das relativ dicke Taschenbuch in einem veganen Kleidungsgeschäft mitgenommen, in dem meine Freundin Schuhe kaufte. Lange habe ich mich vor dem Lesen gedrückt, die ersten paar Seiten waren auch wirklich schwer zu lesen. Aber umso weiter ich kam, desto mehr hatte es mit interessiert und spannender fand ich es auch. Von Themen wie Tierhaltung, Nährstoffen und Bio bis zu einigen veganen Rezepten wird alles abgearbeitet. Sehr gut recherchiert und zusammengeschrieben, nur muss man sich bewusst sein, dass dies keine leichte Nachmittagslektüre ist, sondern man sich meiner Meinung nach wirklich Zeit zum Lesen nehmen sollte.

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Ich rette die Welt! von Jaquie Wines (aus dem Englischen von Peter Schwertner) –168 S.

Auf dich hat die Welt gewartet! Unser Klima verändert sich – das bekommen wir alle zu spüren. Und oft genug fühlt man sich hilflos angesichts der Klimaprognosen und der Aussagen, was man tun müsste und was defacto gegen diese Entwicklung getan wird. Dieses Buch ist eine Sammlung einfacher aber trotzdem wirkungsvoller Klima-Rettungs-Tipps, die jeder in seinem Alltag verwirklichen kann. Mit dem Einsatz von Energiesparlampen und einem saisaongerechten Lebensmitteleinkauf kann jeder ein kleines bisschen mithelfen, unseren Planeten zu schützen. Über 100 praktische Tipps, die Welt zu retten. Okay ... immerhin ein kleines bisschen klimafreundlicher zu bewohnen.

Dieses handliche Buch habe ich von meiner Freundin geschenkt bekommen, die, wie sie meinte, bei dem Titel sofort an mich denken musste. Ich fand die Geste unheimlich süß und habe das Buch (die Tipps) in fast einem Zug durchgelesen. Fazit: Einige Dinge waren sogar für mich neu, das meiste könnte aber eher “Neulingen” helfen, die sich mit dem Thema noch nicht viel beschäftigt haben. (Außerdem ist das Buch für Kinder/Jugendliche geschrieben, was ich sehr gut finde!) Auf jeden Fall ist es aber ein Buch, das man nicht für sich alleine zu Hause horten, sondern mit anderen Menschen teilen sollte. Und das werde ich demnächst auch tun.

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Das Haus der Geschichten von Thomas Franke –366 S.

Mit seinem Leihkater Poseidon lebt Marvin Heider in einer sanierungsbedürftigen Berliner Altbauwohnung. Dank eines unerwarteten Jobangebotes findet er sich plötzlich als Gehilfe eines geheimnisvollen alten Buchhändlers wieder. Dieser betreibt im Keller seines Antiquariats die "narratorische Apotheke" – eine Sammlung von Geschichten, die den Leser mit auf ungewöhnliche Reisen nehmen, an Orte jenseits des Gewohnten. Schon bald kann auch Marvin sich der Faszination dieser Geschichten nicht mehr entziehen ...

In einer kleinen Bücherei in einer Seitenstraße auf der Mariahilfer-Straße bin ich auf dieses ansprechende Buch gestoßen, dass ich mir gleich für den Urlaub gekauft habe. Erst im Nachhinein stellte sich mir heraus, dass ich in einer christlichen Bücherei eingekauft, und somit auch einen christlichen Roman hatte. Auch wenn ich solchen Dingen fragwürdig gegenüberstehe, war das kein Grund für mich, es nicht zu lesen. Den Schreibstil fand ich sogar sehr ansprechend, am besten gefielen mir Rasmus’ fantasievollen Geschichten, die im Titel schon genannt werden. Dass das ganze christlichen angehaucht war, störte mich teilweise, in manchen Gesprächen wurde einfach ein Satz mit Gott und Glaube eingeschoben, obwohl es nicht wirklich dazu gepasst hatte. Als ob man es einfach zwanghaft einbauen wollte.

Wie verbringst du dieses Wochenende? Gelesen wurde bei mir diesmal nicht, allerdings ein Scrapbook Layout fertiggestellt. Außerdem ein paar DIYs ausprobiert, die Ergebnisse gibt’s dann im nächsten Favoritengeschwätz. Einen schönen Sonntag noch allen :)

Kommentare:

  1. Schöner Blog & Interessanter Beitrag
    Mit freundlichen Grüßen,
    Geena Samantha Pache

    http://mintcandy-apple.blogspot.de

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  2. Oh ja, Ferienzeit heißt für mich auch Lesezeit :)

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Ich lese mir jeden Kommentar durch und beantworte ihn auch, sofern das möglich ist. Bei ausführlicheren Fragen wäre eine E-Mail aber angebrachter.